Hanfseilschaften in Hanfthal - Alle ziehen an einem Strick

Im Hanfdorf Hanfthal dreht sich alles um den Öko-Rohstoff der Zukunft. Beim Hanfsymposium am 24.02.2011 werden Einsatzmöglichkeiten beleuchtet.

In einem Hanf-Symposium am 24. Februar 2011 in Hanfthal werden namhafte Experten aus Österreich, Deutschland und Tschechien allumfassend über die neuesten Entwicklungen von Hanf in den Bereichen Bauen, Wissenschaft, Gesundheit, Kosmetik, Ernährung und Landwirtschaft berichten. Bei dem grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch soll es auch zu einer Vernetzung der Hanf be- und verarbeitenden Unternehmen kommen. Ziel der angestrebten „Hanfseilschaften“ ist es, die gesunde und umweltfreundliche Produktpallette bekannter machen.

Die Veranstaltung startet ab 13 Uhr mit der Besichtigung des Hanfentwicklungszentrums im Dorfkeller und ab 14 Uhr im Dorfsaal mit dem Hanfsymposium, einer Produktpräsentation und anschließendem Workshop.

„Gemeinsam mehr erreichen“ - unter diesem Motto startet die Dorfgemeinschaft in Kooperation mit der südmährischen Wirtschaftskammer eine grenzüberschreitende Informations-Initiative über die wertvolle Kulturpflanze Hanf. Dieses Projekt wird durch den EU- Kleinprojektefonds Weinviertel-Südmähren mit dem Ziel „Gemeinsam mehr erreichen“ gefördert.

Bereits am 18. Jänner wurden Landwirte im Dorfkeller Hanfthal, zugleich Hanfentwicklungszentrum, über „Hanfanbau – eine interessante landwirtschaftliche Alternative“ informiert. In der gut besuchten Veranstaltung berichtete Hanfpionier Günther Schmid anhand eines Videos über den Hanfanbau bis zur Ernte und über die Vorteile des Hanfanbaues in Bezug auf Bodenverbesserung und Unkrautunterdrückung. Die beinahe in Vergessenheit geratene vielfältig verwendbare Nutzpflanze stellt sich für den biologischen Anbau besonders positiv dar.

Der Hanfstrohverwertungs GmbH mit Sitz in Hanfthal gelang es in fünfjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit eine Erntetechnik zu entwickeln, die eine Koppelnutzung möglich macht. Durch die „mobile Feldentholzung“ kann künftig nicht nur das Korn, sondern auch das Stroh genutzt werden. Durch die innovative Bearbeitung des Hanfstrohs am Feld erfolgt eine Veredelung in Fasern und Schäben, die dann in stationären Anlagen zu Baustoffen weiterverarbeitet werden. Projektleiter Johann Schmidt referierte über die Produktvielfalt von Hanf.

Die Dorfgemeinschaft Hanfthal beschäftigt sich seit 1997 mit dem Ortsnamengeber Hanf und kann im touristischen Bereich als Hanfdorf beachtliche Erfolge verzeichnen. Seit der historischen 850-Jahr-Feier des Ortes im Jahre 1999 gibt es ein Hanfmuseum, seit 2004 wird Nutzhanf angebaut und der Hanferlebnispfad informiert über die vielfältige Verwendung der uralten Kulturpflanze. Seit 2005 gibt es den Hanfwirt und auch die Therme Laa hat Hanfanwendungen kreiert. Mit dem „Grünen Hanif“ gibt es ein einzigartiges weinhältiges Getränk und der Dorfbäcker produziert schmackhaftes Hanfgebäck. Hanfthal ist prädestiniert, als Hanfentwicklungszentrum weitere zukunftsorientierte Projekte voranzutreiben.

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Dorfgemeinschaft Hanfthal - Obmann Gerhard Schmid
Projektleiter Johann Schmidt, Tel.Nr.: 0699/12209256,
E-Mail: dorfgemeinschaft@hanfthal.at

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